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Denkbilder - Textwerke
Spurensuche: Keime des „Richtigen im Falschen“ ...
Existenz – kreatürlich

Dem Anderen lauschen.


Was wäre, wenn die Schweigenden
still mit sich selber sprechen,
wenn sie Innenraum-Kundige sind,
für-sich und mit sich,
Da-Innen eingerichtet:
einfach
Da-Seiende sind?

 

Einfach, schlicht Mensch,
jenseits der Welt,
jenseits der Zeit,

nichts als Mit-Sein lebend,

so dem Anderen inbildlich,

ihm zur Sprache kommen.

Was wäre, wenn die Schweigenden
still mit sich selber sprechen,

wenn sie Innenraum-Kundige sind,
für-sich und mit sich,

als behutsame Mitmenschen
uns zur Sprache kommen?

Über das Zögern.

Zögern, zweifeln, ist menschlich. Der Computer zögert und zweifelt nicht.

Das Zögern zeitigt, rhythmisiert ein Von-hier-nach-da. 

Der Computer zerstört leere, befreite Zeit: Alles ist da, „in Echtzeit“ verfügbar. 

Virtuelle Verfügbarkeit, Illusion einer grandiosen „Freiheit“.

Freuden.

 

AugenFreude.

KörperFreude.

SättigungsFreude.

StilleFreude.

ResonanzFreude.

BewegungsFreude.

BewirkungsFreude.

OrdnungsFreude.

TätigSeinFreude.

Rhythmikfreude.

KraftFreude.

GestaltungsFreude.

Freude an der Anderen Freude.

MitseinFreude.

ErkenntnisFreude.

SchaffensFreude.

EinsSeinFreude.

Die FREUDE.

Welt – Ich - Dialog.

 

Ich bin für die Welt da.

Selbstaufopferung.

Die Welt ist für mich da.

Narzisstische Selbstüberhöhung.

Welt und ich, gemeinsam sind wir da.

Das Selbst in Beziehung.

Ich und Welt: ein fortlaufender Dialog.

Selbsttransformation.

Existenz: Demut.

 

Sich in die Welt bringen.

Demut: wir wurden in die Welt gebracht.

Sich Welt nehmen.

Demut: Welt entzieht sich, ist unverfügbar.

Sich Welt vertraut machen.

Demut: es bleibt ein Rest fremder Welt.

Über das Glück und seine Verortung.

 

Der Ort des Glücks liegt in der Vergangenheit.

Ins Zukünftige projeziert ist der Ort des Glücks ein Phantasma.

Im Aufsuchen des Glücks-Ortes der Vergangenheit wird das Verblassen emotionaler Erinnerung schmerzlich erfahren.

Das Glück ist ein erfüllter Moment.

Glück ist gegenwartsgebunden, aber aus diesem Hier-und-jetzt wirft es ein Licht ins Zukünftige.

Glückliche Menschen sind Lichtträger.

Innerer Frieden.

 

Nichts erklären

Nichts beweisen

Nichts verteidigen

Einfach Sein.

Energieteilchen.

 

Es kann etwas sehr, sehr klein sein.

Kein Messgerät kann es fassen.

Und doch ist es.

Da und dort.

Es kann sehr, sehr wirkungsvoll sein.

Drumherum.

 

Das Ummichrum,

das ZwischenDirundMir,

da das Umdichrum, das ZwischenMirundDir,

und das Umunsrum, 

das ich, das du, das wir,

ein Zwischenum, 

ein Rumgezwischen und

mittendrin ein Punkt,

wo weder du, noch ich,

kein wir, kein nichts,

genau da, 

ein Drumherum.

Ideen.

 

Gelassenheit beneuen:

Besinnlichkeit.

Achtsamkeit beneuen:

Behutsamkeit.

Glück beneuen:

Mitgefühl.

Im Zwischenraum.

 

Das Lebendige, das Vitale ist ein bewegtes Bewegt Sein.

Bewegt Sein kreiert eine stetige Differenz zwischen Hier und Da.

In diesem Zwischen ereignet sich ein Wahrnehmen. Wahrnehmung erfordert diese Differenz. Und das Feld des Zwischen ist der Ausgangspunkt einer Singularität.

Ist der Zwischenraum fördernde, nährende Umwelt, so entfaltet sich die Singulariät. Zwischenraum ist dann ein Ort der Selbstwerdung.

Ein Punkt – religio.

Auf den Punkt setzen: Sich einen Punkt schaffen, an den man zurückkehren kann.

Punktesammler:In: Immer wieder einen neuen Punkt finden, auf den sie/er zurückkehren kann.

Auf den Punkt beharren: An einem Punkt festhalten, glaubhaft, standfest sein.

Punkt um Punkt.

Nicht jeder Anfang ist Glück: Das Auch - Menschliche.

 

Geworfen ist der Mensch.

Geplant, ungeplant.

Im Rausch, weltvergessen. Beiläufig passiert, hinzugekommen.

Ist Schicksal, ist individuelle Bedingung und bedingt im gesellschaftlichen Feld.

 

Von Dominanz und Macht geprägt, mit Gewalt erzwungen kann auch der Anfang sein. 

Deshalb: Geschenk versus Tragödie.

Und da, wo Dankbarkeit erwartend erzwungen wird, ist es auch Fluch.

 

Demnach: Nicht jeder Anfang ist Glück. 

Glücklich aber, wer den Anfang nehmen, sich anverwandeln und sich darin transformieren kann.

 

Die Erfahrung der Gewalt ist eingebrannt ins Eigene, drängt zu einem Zeugnis.

Mehr als das Glück ist Gewalt sozial verpflichtend. Sie führt verstanden und transformiert zu einer Politik der Gewaltfreiheit.

 

Glück ist auch ohne Ansehen (im Wegschauen) der Gewalt. Glück kann erschreckend naiv sein.

 

Den Umgekommenen, den Glücklosen ist das Naive zuwider.

Es fordert, ruft nach aufgeklärtem Bewusstsein.

 

Demnach: das kritische, rationale Denken ist Auftrag. Es ist stetige Arbeit: Und diese - zum Glück - ist beizeiten verbunden mit Erkenntnisfreude.

 

Demgegenüber: Das sich selbst genügende, bewusstlose Wabern in amorphem Pseudodenken („Querdenken“) führt ins Phantasmatische, in die Abgründe eines antisozialen Auch-Menschlichen.

Abendweise.

Das Katzenwesen.

Er schaut, die Elfen tanzen.

Warm liegt mir sein Leib.

 

An der Schwelle gehn. 

Im LICHT ist Alles, ein Glanz.

Schwarz der Welt wird weiß.

 

Anmutig, der Kater.

Sanft, Windspiel. Krähenrufe.

Abend, stilles Lied.

Dem ruhenden Kater. (Kater Adorno gewidmet)

 

Materie, Fell, Leib

sich bewegendes, atmendes Etwas

eingeschrieben 

ins Kreatürliche, reckt er

seine kleine Nase einem Duft 

entgegen 

und seine Ohren spitz, offen 

dem Tönen, 

eingeschrieben in Welten,

seine Welt

und meine, 

geteilte Welten,

Welten des Kreatürlichen,

des Bewegten, des Atmenden,

des Eingeschriebenen.

Wegabschnitte.

 

Erster Schritt: 

Eine Ahnung des Anderen.

Zweiter Schritt: 

Verstärktes Ahnen. Kairos-Erfahrung.

Dritter Schritt: 

Wahrnehmung des Seelenfensters.

Vierter Schritt: 

Öffnung des Seelenfensters.

Fünfter Schritt: 

Flusserleben – sichere Resonanz.

Sechster Schritt: 

Bote von Ufer zu Ufer. 

Siebter Schritt: 

Entscheid zu Verbleib und Abschied.

Achter Schritt: 

Ins Offene: das unendliche Vertrauen – 

dem Unendlichen vertrauen:

AllEins.

Ich steh noch nicht fest. Ein Gedankengang.

Das Alter als ein Merkmal, das auf die Erfahrung des Lebens verweist.

Der Beruf als Tätigkeitsfeld, wo ein Grund an Erfahrungswissen feststeht.

Wie stehst du zu dem, was du bist?

Sich vom Alter lösen, vom gewohnten, auferlegten gesellschaftlichen Zwang, Lebenserfahrung zu bezeugen.

Sich nicht mehr verwerten, sich nicht mehr verkaufen müssen.

Nichts mehr beweisen müssen.

Nichts steht fest.

Einfach sein.

Das Dritte, die Differenz, der Übergangsraum.

 

Das Dritte einführen.

Dem Dritten Raum geben (die Arme ausbreiten).

Dem Dritten Zeit geben (es finden lassen).

Das Dritte entfalten (Falte um Falte).

Das Dritte nutzbar werden lassen (einen Umgang, eine Handhabung entwickeln).

Die Liebe zum Dritten bezeugen.

Ekel, ja auch Hass gegenüber dem Dritten zumuten.

Verzweiflung und Wut im Raum des Dritten zulassen und halten.

Liebe, vitale erotische Leidenschaft im Raum des Dritten Gestalt geben.

Das Dritte: wahrnehmen, es würdigen – dass es aufgeht wie Sonne und Mond.

Im Hier, im Jetzt! Erden, Lichterfroh. 

Gedanken über den Fluss.

 

Jeder Fluss hat zwei Ufer, über hunderte von Kilometern bis hin zum Meer, zwei Ufer. 

Doch am Mündungsdelta angekommen, entsteht im Fließenden ein diverses, wildes Mäandern. In weitem Strömen, in einem Dehnen wie austastende Finger bilden Umflüsse und Zuflüsse in ihrem wellenden Hin-und-her flüchtig, unzählbare Ränder, wassergetränkte Felder, Auen. In ruhenden Momenten der Weite zeigt sich ein Multiseenfeld. Hier und da, wo Sonnenstrahlen in Wassertropfen gebrochen werden, glitzert ein regenbogenfarbenes Spektrum.

Weltgeöffnetes Glück.

 

Mag sein, 

dass mein Blick zu schweifen 

über den Kohlenhof

gewohnt war, zu den Gleisen hin,

den rauschenden, dampfenden Zügen nachzuschauen,

die in die nahe Ferne, nach Belgien, nach Eupen zogen,

mag sein, 

dass ich den Zottel bellen hörte,

dem Hund des Kohlehändlers, und zwischen den Kohlen

der weißen Schmuddelkatze nachtrachtete,

jene struppige Katze, der ich später, als ich im Besitz einer Wasserpistole war, 

von unserem Balkon herab mit Lust auf den Pelz gespritzt und mich 

mit ihrem Wegspringen meiner Wirkung erfreut habe,

mag sein,

trotz der inneren Enge meiner Eltern,

trotz der umgebenden Enge unserer Wohnung,

dass der Blick in die nahe Ferne

meine Seele weltgeöffnet hat.

Gesellschaft - konkret-utopisch

Angelus Novus

 

Der erinnerten und der herrschenden Gewalt,

das Licht der Erkenntnis entgegenhalten:

Im mystischen Gleißen nicht sich

im Schein einer kribbelnden Ahnung treiben,

nicht sich von Prophet:Innen verleiten lassen.

Will heißen, an ihnen zu zweifeln lernen:

Dem Riss aber vertrauen:

Wer nicht zweifelt, ist gefährlich!

Und immer wieder mit Sisyphos tanzen:

Bunter kund ist das Leben,

kunterbunt,

versteinerte Verhältnisse zum Tanzen bringen…

 

Die konkrete Utopie

LEBEN.

In Memoriam

Walter Benjamin I *1892 / +1940

Philosophie des Schlichten.

 

Die Philosophie des Schlichten füllt kein Buch. Sie ist undramatisch. Undramatisch geht es ihr um das Menschliche. Das Menschliche ist bunt, kunterbunt. Bunt ist bunt und die Philosophie des Schlichten sagt, es ist gut so. Sie gibt keine ästhetischen Präferenzen. Auch darin ist sie schlicht. Aber die Philosophie des Schlichten vertritt keinen „alles Mögliche ist gut“, keinen antimoralischen Ansatz, sie ist weder nihilistisch noch libertär.

Wenn das Menschliche bunt ist, kommt jedem Individuum Würde zu. 

Zwischenraum zum Verständnis des schlichten Philosophierens: „Fertig“, sagt an so einem Punkt der schlichte, kunterbunte Philosoph. Er ist ein Arbeiter, schlicht ein Arbeiter, ein kunterbunter. Einer, der selbstkritisch danach fragt, was er tut, um des vorläufigen Erkennens willen, und genau dies entschieden zu verantworten. Alles Menschliche ist vorläufig.

Also: Das Menschliche ist bunt, jedem Individuum kommt Würde zu.

Darüber Hinaus: Das Menschliche ist dadurch gekennzeichnet, dass kein Individuum ohne einen ihn unterstützenden Anderen auskommt. Fertig: genau dies ist schlicht die soziale Konstante und Verortung des kunterbunt Menschlichen.

Das Menschliche ist bunt; jedem Individuum kommt Würde zu; kein Individuum kommt ohne einen ihn unterstützenden Anderen aus.

Schlicht folgernd auf die Gesellschaft geschaut: wenn das Menschliche genuin kooperativ ist, dann ist Solidarität ein notwendiges Kriterium einer dem Menschlichen gerecht werdenden Gesellschaftsform. Punkt. 

Es sei an dieser Stelle erinnert an das Undramatische der schlichten Philosophie, sie setzt keine Ausrufezeichen, sie fordert auf den Punkt das, was schlicht zu sagen ist. 

Also: die Konzeption der solidarischen Gesellschaft als notwendiger Ausgangspunkt für einen Umbau des Bestehenden.

Fragen an ein menschengemäßes Land.

 

Ein Land,

wo das Soziale, das Miteinander aller Menschen, an erster Stelle steht:

 

ein Land,

wo Erzieher:Innen,

wo Krankenpleger:Innen,

wo all jene sozialen Arbeiter:Innen verehrt werden,

wo ihre soziale Arbeit auch materiell honoriert wird,

 

was wäre das für ein Land?

 

Wie würden sich Kinder entwickeln können?

wie würden pflegebedürftige Menschen angenommen?

wie würden sich  Migrant:Innen neu beheimaten können?

wie würden sich hilfsbedürftige Menschen fühlen?

in einem Land, wo das Soziale an erster Stelle steht...

 

was wäre das für ein Land?

 

Wie geistreich wären die Menschen?

wie kreativ wären die Menschen?

wie glücklich wären die Menschen?

Ja, wie geistreich wäre dieses Land?

 

Was wäre das für ein Land?

Übers Parkett der Bourgeoisie.

 

Die Spieler:Innen, die klugen,

die charmanten,

die auf allen Hochzeiten palavern,

geschmeidig, pseudo-kritisch auf grünem Parkett

sich inszenieren und tanzen,

das sind die charmanten Nichts-Veränderer.

 

Die Wiedergänger, die smarten,

die charmanten,

die von ihresgleichen hofierten, 

und mit ihnen gutverdienenden,

das sind wie eh und je die Wildledermantelmänner,

(Anmerkung: es sind immer noch überwiegend Männer!)

Mitläufer:Innen der postmodernen, neoliberalen Bourgeoisie.

Radikales Denken und psychische Verbeamtung.

 

In jungen Jahren verbindet sich die Radikalität des Denkens mit dem Ringen um Anerkennung.

Dass die radikale Position nicht realisiert werden kann, wird oftmals dann zu einer einschneidenden narzisstischen Kränkung. Die Energie des Kämpfens, narzisstisch überwertig geladen, erschöpft sich. Die erschöpfte Suche nach Anerkennung wird schließlich zu einem Risiko für kritisch-rationales Denken. 

 

In der "psychischen Verbeamtung“ (Peter Brückner, Sozialpsychologe), der "Verbürgerlichung" des Denkens findet das Anerkennungsbedürfnis eine an- und eingepasste Form der Befriedigung. "Psychische Verbeamtung" als Einpassung in eine bürgerliche Existenz und Praxis bedeutet aber, dass die Dissonanz zwischen Resten radikalen Denkens und gelebter Praxis reduziert werden muss. Dies geht dann in aller Regel grundsätzlich auf Kosten kritischen Denkens. In Dissonanzen lebt es sich halt nicht leicht und wohl. Das ist menschlich und verständlich.

 

Einige, die sich gern alternativ liberal sehen, fallen dadurch auf, dass sie in kritischen Diskursen schweigen, aber jenseits der Öffentlichkeit, heimlich unter vier Augen - dort dann unangreifbar, ohne vermeintliches Risiko - Schulter klopfen und Zustimmung signalisieren.

Diese Umgangsform ist unerquicklich, sie ist genau betrachtet eine freundlich designte, selbst rückgewandte „Gewissenseife“.

Experten.

Experten 1. Ordnung: Sie wissen, wie was funktioniert. Handwerker, technologische Experten.

Praktische Vernunft.

Experten 2. Ordnung: Sie bedenken, wie das, was funktioniert, der gesellschaftlichen Logik dient. Technokraten. Instrumentelle Vernunft.

Experten 3. Ordnung: Sie denken kritisch, fragen, wie das, was in der herrschenden Funktionalität und Verwertungslogik Praxis ist, der Emanzipation und einer solidarischen Gesellschaft entgegensteht.

Kritische Intellektuelle.

Emanzipatorische Vernunft.

Über das Herausholen - oder: zur sozial verantworteten Freiheit.

 

Ideologisches Verdikt der kapitalistischen, - der neoliberalen, der autokratischen - Gesellschaftsformationen: 

Vorteile herausholen,

herausziehen,

sich verschaffen!

 

Vor dem Herausholen liegt das Hereingehen.

Da muss also in etwas hineingegangen,

hineingetreten werden.

 

Frage:

In was musst du also hineinkommen, gehend oder tretend, dass du dir Vorteile verschaffst?

Bedenke: 

Wenn du nicht schon als Gute Bürger:In (aus „Gutem Hause“) drin bist, da du bereits als Kind den "Habitus" (Pierre Bourdieu) des Bürgerlichen als frühen Vor-teil mit der Muttermilch einsaugtest...

 

Dann musst Du hineinkommen in ein Procedere des „Normalen“ - wie du es gelernt hast, um des Fortkommens-Willen.

Bedenke:

Die Mittelschichtler betreiben eine Karriereplanung für ihre Nachkommen bereits ab der Krippe.

 

Hineintreten in ein instrumentelles Regime der Normierung und „Normalisierung “ – das gesellschaftliche und staatliche Instanzen und Institutionen dir auferlegen.

Ihr Auftrag ist es, dich auf stetige Anpassung und Unterordnung auszurichten, denn nur so kannst du fortschreiten auf das große MEHR. 

Leistung als ein „Mehr-von“ bis hinein in Körper und Psyche: Ausgerichtete, disziplinierende Selbstoptimierung zu einem Immer-mehr, -weiter, - höher, -schneller.

 

Fragen: „Mehr“ wovon? Wozu? Wem dient dieses MEHR?

 

Vorteile sind Optionen, die dir vor dem Teilen (mit Anderen) zukommen, sie sind deshalb zunächst präsozial.

Erst die Regime messen, bewerten dich mit dem Anderen, sie ordnen und teilen.

 

Bedenke:

Kinder messen sich gern im sozialen Spiel: „ich bin der Stärkste – die Klügste“ – (das Geschlechtliche auch vice versa).

Dieses Spiel ist präsozial – das Sich-Messen und Vergleichen im Spiel der Kinder - es könnte gemäß dem Anspruch einer solidarischen Gesellschaft sozial gewendet und in ein genuin soziales, humanes Miteinander überführt werden.

 

Jedoch: Eine derart radikal sozial-humane Ausrichtung widerspricht den kapitalistischen, neoliberalen, autokratischen Gesellschaftsformationen, sie wäre ein Widerspruch zu ihrer Ordnung des „Starken“.

Die Ordnung dieser Regime dient der Zuordnung und Zuteilung von Vorrechten.

 

Die „Starke hat ein Recht auf“, der „Kluge hat ein Recht auf“ ... Worauf? … Ein Recht auf Besitz, Vermögen, ein Mehr an Ressourcen: Kapital.

 

Fragen:

Es stellt sich die Frage, wenn er oder sie ein zugeordnetes „Recht auf" hat, was kommt dann den Anderen zu?

Haben sie (noch) Rechte?

Exkurs:

Hannah Arendt konstatierte in ihrer Totalitarismusanalyse, dass in Gewaltsystemen den Ausgegrenzten („Parias“) das grundlegende „Recht, Rechte zu haben“ negiert wird.

 

Die Anderen als „Restkategorie“, die, die nach dem Teilen („Nach-teilen“), entblößt, beschämt, mit leeren Händen und leeren Taschen dastehen?

 

Die Übriggebliebenen? 

Die, die nicht gebraucht werden?

 

Die, die genutzt (konkret: ausgenutzt) werden als ein mahnendes Narrativ. Es propagiert, wo man hinkommt, wenn man sich einen Vorteil nicht verschafft (die „Faulen“, die es nicht „verdient“ haben).

 

Die wenigen Aufsteiger:Innen werden als ideologisches Narrativ genutzt, sie stehen für die, denen es  im Anpassungsringen gelingt, in eine vorteilhafte Position aufzusteigen (Narrativ „von der Dreckputzer:In zur Millionär:In").

 

Die, für die es nicht reicht… 

Frage: Wer bestimmt, was reicht, um ein sicheres, selbstbestimmtes Leben führen zu können?

 

Weitergedacht:

Holen wir statt eigener Vorteile das Miteinander-Teilen hinein, so wäre dieser Akt ein Rekurs auf die genuin

soziale Basis des Gesellschaftlichen.

Frage: Gibt es dann noch Nach-teile und Be-nachteiligte?

 

Treten wir ein in eine solidarische Gesellschaft (Geschwisterlichkeit! *),

in der jeder Mensch gleiche Rechte hat (Gleichheit!*) 

– das Recht auf: Zugang zu bezahlbarem Wohnraum, zu freier Bildung und Gesundheitsversorgung – 

und dies ist die Basis einer sozial verantworteten Freiheit (*!).

 

Bedenke:

*! – dies sind die Kategorien der französischen Revolution.

 

Freiheit kann nur sozial verantwortet sein oder es ist keine Freiheit.

 

Der neoliberale Freiheitsbegriff ist antisozialer Egoismus

(er wird genährt von der Normalisierung narzisstischer Mentalitäten).

Seine Tendenz zu Ignoranz gegenüber dem Anderen ist strukturelle Gewalt. 

Wird diese bestärkt und aufgeladen, zeigt sich die Fratze faschistoider Akteure in Ausübung manifester Gewalt.

Eingepreiste Pubertätisierung.

 

Automatenkioske verkaufen freundlichkeitsfrei. Die Zukunft?

Ihr digitales Menü erscheint auf einem Screen, freundlich.

Freundlichkeit wird eingepreist.

Die Freundlichkeit des neoliberalen Verkäufers - von Coaches geschult -, entlarvt sich als Maske des lächelnden Scheins. 

Sie findet ihre Grenze, wo eine zuvorkommende, echte Freundlichkeit gewünscht wird. Sobald der Kunde ein Bedürfnis äußert, das aus dem Rahmen des „Normalen“ (des Eingepreisten) fällt, fällt auch die Maske.

 

Merke: Wer im Guten zuvorkommend ist, macht einen schlechten Deal.

 

Beruhigend ist jedoch, dass bereits das geläufige Konsumangebot stetig libidinös geladen wird. Der Markt hat ein Interesse an einer Pubertätisierung der Marktgänger:Innen: pubertär libidinös geladene Affekte steigern den Konsum. Und sie lassen die Konten steigen.

Tik, tok, tik tok, ihre Clips flimmern.

Über das Denken des Zu-Bedenkenden.

 

Frei sein vom Denken des Zu-Bedenkenden.

Kinder sollten frei sein vom Bedenken-denken.

Die Not fordert das Zu-Bedenkende. 

Ohne Not ist Denken geöffnet frei.

Traumatisierte Eltern, ängstlich, depressiv erkrankte Eltern übertragen ihr Denken des Zu-Bedenkenden auf ihre Kinder. Diese Kinder werden dann zu stellvertretenden Bedenkenträgern. Sie tragen schwer daran.

 

Eine zuversichtliche Haltung, zuversichtliches Denken entlastet und hält frei.

Kindern und Jugendlichen wird immer früher ein für die Zukunft zu Bedenkendes aufgetragen. Der Möglichkeitsraum des freien Kindes, einen eigenen Erlebnisraum des Erprobens zu beleben, wird mit einer Durchplanung des Zu-Lernenden (des lernend Zu-Bedenkenden) okkupiert.

 

Freies Erproben, freies Denken ist genuin kreativ und entfaltet sich entlang des im Erproben Erfahrenen.

Und das kann für eine beherrschte Gesellschaft gefährlich sein: unbeherrschtes Denken, das frei ist von einem vorgegeben Zu-Bedenkenden, ist anarchisch: es stellt die herrschende Normativität und Ordnung in Frage.

Über Verfügbarkeit.

 

Für den Mächtigen (den Starken / den Reichen) ist etwas an sich schon verfügbar, oder es wird von ihm verfügbar gemacht. Sein Handeln zielt darauf ab, Verfügbarkeit herzustellen.

Unternehmer:Innenn, so der postmoderne Jargon, performen ein Geschäftsmodell. Und lukrative Geschäftsmodelle zielen darauf ab, Verfügbarkeit von Ressourcen (Kapitalien) herzustellen.

Die Philosophie der Silicon-Valley Akteure geht darüber hinaus, sie zielt darauf ab, Unsterblichkeit verfügbar zu machen. So konzipieren sie ein Weiterleben anderenorts (auf dem Mars) oder in einem anderen Aggregat herzustellen (das gescannte Hirn).

Diese Mächtigkeit wird ausgeübt über Zeit und Raum. 

Zeitverfügung, dies bedeutet ökonomisch, schnell und flexibel handeln zu können - bspw. über komfortable Technik (KI ist v. a. eine zeitsparende, megaschnelle Technik), oder bspw. über ein Privatjet (so, unser Bundeskanzler F.M.) verfügen zu können. Raumverfügung, dies bedeutet, Zugänge zu spezifischen Raum- und Ortqualitäten zu besitzen und sie zu kontrollieren bspw. große Häuser,  große Autos, große Anlagen und diverse Handlungs- und Erholungsorte („Residenzen“).

Verfügbarkeit ist ein Vektor im kapitalistischen Regime: Wer leistungswillig ist, stark, klug, loyal, der hat das Recht auf das MEHR. Das Recht, über mehr zu verfügen und sich den Anderen (den „Losern“) entgegenzustellen, die damit auf die Position des Weniger verwiesen werden. Damit verbunden ist die Macht einer umfassenden Verfügbarkeit von Ressourcen. In allen gesellschaftlichen Formationen, die das Recht des Stärkeren legitimieren, findet sich das Verfügbarmachen der Arbeitskraft anderer, das Dienstbarmachen anderer bis hin zur Ausbeutung und tendenziellen Nichtung. 

Faschismus, die radikale Vernichtung eines Anderen (Fremden, Schwachen) ist nur ein paar Schritte entfernt:

im Regime des Stärkeren ist der Vektor der Verfügbarkeit geschmeidig und wird beizeiten affirmativ über die Grenze des Humanen hinausgeführt.

Plädoyer für Behutsamkeit und Freundlichkeit.

 

Behutsamkeit behütet etwas, sie hat eine existentielle Qualität: es ist essentiell gut, behütet zu sein.

Dies gilt für jede Kreatur.

Ich kann achtsam immer schneller sein und achtsam immer mehr produzieren, achtsam immer

erfolgreicher konkurrieren.

Behutsamkeit aber ist ein Innehalten. Das Behutsame ist nicht schnell, ist nicht auf ein Mehr im Widerstreit

mit Anderen aus.

Wer sich im Widerstreit mit Anderen zurücknimmt, muss nicht schwach oder ängstlich sein.

Die Zurücknahme im Innehalten ist Kennzeichen einer reifen (gereiften) solidarischen Freundlichkeit.

Diese Freundlichkeit, ist Resonanz zum Anderen, entfaltet eine Brücke zum Mit-Menschen,

vor allem zu dem, der / die mir fremd ist.

Behutsamkeit und jene solidarische Freundlichkeit *, sie wären auf dem Weg zu einer neuen

solidarischen Gesellschaft einzuüben.

Immer wieder.

 

*es ist eben nicht die von sogenannten "Coaches" (kein Zufall: es sind oft eloquente, smart lächelnde Zeitgenoss:Innen…) eingeübte Freundlichkeit, nicht eine auf Verwertung und ein Um-zu (i.d.R. zur Optimierung eines Profits) ausgerichtete „Freundlichkeit", die sich im Hinlächeln einer Verkäuferin oder eines Verkäufers performt. … 

Hüten wir uns also, der neoliberalen Direktive zu folgen, es gelte  Unternehmer:Innen und Verkäufer:Innen unserer Selbst zu sein.

Gesellschaftsmodelle.

 

Die, die sich im Konkurrenzkampf als Stärkste, als Beste erweisen, haben das Recht die anderen zu

dominieren und Privilegien in Anspruch zu nehmen.

Ihr strahlendes Ich soll die Masse der Durchschnittlichen erleuchten. Und in ihrem strahlenden Raum soll jede/r sich - sofern loyal - lobpreisend einfinden können. 

Das ist ihr Versprechen. Das ist das herrschende Leistungs-Dispositv.

Demgegenüber: eine Gesellschaftsformation, ein emanzipatorisches Dispositiv, indem Menschen ermutigt werden, sich radikal für eine solidarische Gemeinschaft zu engagieren.

Die Ökonomie ist nicht freundlich.

Das hatten die Dicke-Zigarren-Raucher verstanden: 

The winner takes it all.

Überraschungen – kunterbunt

Ein friedlicher Ort.

 

Das Café ist ein friedlicher Ort.

Kaffee genießen und Gewalt gehen nicht zusammen.

Bäume sind friedliche Pflanzenwesen.

Bäume pflanzen und Cafés gründen.

Baumcafés: wie einst Joseph Beuys Bäume pflanzte, vor jedem Café einen Baum pflanzen.

Birkencafé.

Eukalyptuscafé.

Platanencafé.

… …

Stadtverwaldung nannte es Beuys.

Cafétisierung des Lebens will ich es nennen.

Und: Teetrinker:Innen sind herzlich eingeladen!

Im Samstagscafé.

 

Ich könnte jetzt eine politische Diskussion führen

Über mein Aufstehen heute Morgen klagen

Ich spüre die Sonne im Nacken

Werde umspielt vom Sommerwind

Ich spüre die Schwere des linken Beins auf meinem rechten

Über mir der Himmel ist strahlend blau 

Weiße Zaudel-Kindermal-Wolken ziehen hin

Ein Spatz, der Caféhaus Spatz, hüpft über den Kies

Ich greife die Kaffeetasse, 

ein letzter Schluck gleitet warm in meinen Gaumen.

Gedankengehen: Ge(H)danken.

 

Ein Gedankengang schließt im Gedankengehen ein Gedankengebäude auf. 

Und so gehe in Ge(H)dankenzeit einem Gedanken nach. 

Genieße die Erkenntnisfreude Schritt für Schritt.

Je näher du dem Gedanken kommst,

so leuchtet ein wie vom Blitz erleuchteter Raum und schließt

im klaren Licht seine Erkenntnismöglichkeiten auf.

Worte packen.

 

Ich lasse die Worte gehen

schaue ihnen hinterher und 

nach einer Weile

hinterrücks packe ich ein

um‘s andere Wort beim Nacken

und schreib es auf.

 

Einige widerspenstige entreißen sich

verbünden sich vor meinen Lippen

bilden eigene Sätze

machen gar unverschämte Aussagen

lachen und 

grinsen mich an

tanzen mir auf der Nase 

herum.

 

Ein kitzeliges Spiel der Worte

packt mich dann selbst an der Nase

und lausche, lausche, so spricht eine Stimme

dainnen in mir

ja lausche dem Echo 

der Worte

dem Tönen.

Sonntag in Basel.

 

Ein Augenblick.

Augen blicken.

Zwinkern hindurch in die Ferne.

Komm, sagt es.

 

Das Tier sitzt am Fenster.

Drinnen.

Und die Welt da draußen.

Kein Luftzug, kein Regen.

 

Den Flussuferweg gehen.

Komm, sagt die Sonne.

Ihr Licht gleißt.

Nebel, die Möwen dösen.

 

Irgendwo oben schwebt Jeannot.

Der Rhein fließt und fließt.

Die bunten Lampen spiegeln sich.

Zwinkert durchs Fensterglas.

 

Glasklar, welch Wunder.

Zwischen hier und da.

Kaffee und Fluss.

Ufererlebnis. (M. gewidmet)

 

Balancieren am Ufer,

wechselnd, mal die linke,

mal die rechte

Fußsohlenhaut, zart

ins Wasser gleiten

sein quirliges Strömen, Pulsen 

spüren und ahnen

ein HinHer, ein Tanz,

wechselnd mal die linke, 

mal die rechte

Fußsohlenhaut, zart

im zotteligen Flußufermoos

Botschaften tasten

Botschaften der Liebe abtupfen.

Widerfahrnis am Ufer

 

Aus kleinen Kreisen 

entstehen

feine 

Linien

Linien des Lebens, 

Felder 

Felder des Lichtes

 

Zwischenraum

der Hoffnung treu.

Im Park. (I)

Ein Parkspaziergang.

Wilde Wiesen, roter Mohn.

Kindheitseis, am Stiel.

 

Entenfeder am Hut.

Barfuß: Danse sensible.

Die Schöne im Holz.

 

Junges Rotkehlchen.

Holzspähne, die mir sprechen.

Und die Seele freut.

Im Park. (II)

Lufthauch vibriert, zart.

Weit geöffnete Blüten.

Fang Sonnenstrahlen!

 

Abendweise, tanz!

Akkordeon, Da: …deon.

Rotbuche im Glanz.

 

Lausche Klang, sei Ohr.

Tanz im Herzen, seelenweit.

Behutsam, dein Weg.

Im Park (III)

Schilfhalme im See.

Schwebende Libellen, blau.

Drei Enten tauchen.

 

Die Frösche schweigen.

Geschlüpftes Blesshuhnküken.

Da lauert der Tod.

Die alte Linde, der Rhein. 

Zwischen schwerwiegenden Reflektionen
die vom Fluss getränkten Ästchen,
im Strom der Zeiten gezeichnet,
gereiht, geordnet auf der Fensterbank,
drei Gondolieri im Gespräch,
das Foto an der Wand, Gegenüber,
zwischen schwerwiegenden Ordnungen
immer wieder unser Suchen,

ein Blick in die Krone der alten Linde,
wohl, dem Schönen zugewandt,
im Zwischenraum.

Die Begegnungen bleiben,
wie das Schöne,
das vergeht,
doch in der Zeit neu
sich zeigt.

 

Blau-rot.

Blau?

Frau oder Mann?

Wann?

Wann sind wir wirklich frei?

Wann ist blau rot?

Wann ist die Barbarei -

Tot?

MRau?

Frau und Mann und Und

Menschen bunt.

Provence, Eindrücke.

 

Die goldgelb strahlenden Kornfelder.

Die sich wiegenden Zypressen.

Der Lavendelduft in der Luft. Und die vom trockenen, knisternden Boden, von den Kräutern aufsteigenden Düfte. 

Die knisternden, trockenen Blätter, das trockene Gras unter den Füßen.

Und die mit dem Wind in Wellen rauschenden Blätter. Ein Wogen, ein Wiegen.

Die sanft sich wellenden Hügel. Das Grün, und so leuchtend noch in hellen Tönen.

Die geschichteten Mauern, an den Feldern und Gärten.

Die Platanenalleen, wo zwischen den Blättern blauer Himmel strahlt und strahlt.

Die Eichen, Steineichen. Rund, verwinkelte, verwickelte Ästchen.

Bäume, die da sind, die dem Sturm trotzen, Bäume, die uns überleben.

Die Zebraschmetterlinge, quirlig, schweben, sausen.

So die Mauersegler und Schwalben sausen und schweben in der klaren Luft über dem Tal.

Blauer Himmel,  b l a u e r  Himmel.

Das Licht. Die Sonne,  S o n n e  . 

Und durch sie das Glitzern in den Blättern, im Gras und in den blauen Wegesrandblumen. Überall.

Blumen: der Oleander, der rote, der rosarote an den Ecken und in den Vorgärten der Häuser.

Windböen, die kühlen, befreiend und die warmen, drückend.

Stehende Wolken, die, die vergehen und die, die erscheinen. Wie ein Himmelhauch.

Der Gesang der Zikaden. Das rhythmische Aufschichten der Klangteppiche. Die Quereinwerfer, die Kontrapunktierer. Das Wieder-Einschwingen ins Kollektiv. Das Anschwillen, Abschwillen. Das Leisewerden. Und im Eichenwald, da sind die Leisen.

Der Ziegenkäse und die Aprikosen.

Der Lavendelhonig.

Sitzend verweilen im Café.

Die Kirchen, das durch Bildfenster gefilterte Licht, das angegriffene, so verbetete Holz der Gebetsbänke. 

Und in diesen mancherorts die Abstellecken bestellt mit Mess- und Prozessionsgerätschaften.

Die Mairies, mit der Tricolore über dem Eingang, und die Parole der Republik, Liberté, Égalité und Fraternité.

Die Restaurants mit den Formules „L‘ Entrée, le Plat et le Dessert.

Und der Wein. Der Rote.

Am Abend.

 

im Kreis der Silberdistel

in ihren Blütenbarteln

eine Zeichnung 

sich einhäuten 

sich winden

Fuß um Fuß sich streifen

in der Stille still

mit dem Faden von Silber

der glänzt

im Kreis der Silberdistel.

Einfach: Schmiedewitz.

 

Immer schon.

Ich bin ein Otto-Normal-Verbraucher.

Immer schon.

Ich kaufe bei Tante-Emma.

Butter.

Immer schon.

Dienstags ist Waschtag.

Immer…

Früher war der Montag.

Zwei Hosen mehr. Hält halt länger.

Da bin ich schlicht.

Am Mittwoch mach ich das Klo.

Immer.

Ich bin ein Sitzer.

Immer schon.

Der Sitzer ist ein schlichter Mensch.

Ich kann Gedankengänge machen.

Da bin ich frei.

Hab ich immer schon gemacht.

Schon als Kind.

Hab mir vorgestellt, ich wär nicht mehr da und die Welt geht weiter.

Alles ohne mich.

Das kommt mir heute noch so.

Meist nach dem Waschen.

Dienstags. Früher montags.

Immer schon.

Paul, du denkst zu viel, sagte meine Erste.

Die schöne Blonde.

Das macht den Menschen aus, war meine Antwort.

Hab mich immer schon schlicht als Mensch verstanden.

Otto-Normal-Verbraucher, nichts besonderes.

Die, die immer alles zu wissen glauben, endlos Vorträge halten, die haben mich …

Immer schon

angewidert.

Geh dann einfach. 

Und mach mir meine Gedanken.

ein neuer morgen.

 

ich bin ein freier mann

und mein herz zeichnet wellen

singt und tanzt

hinaus, hinaus ins seelenland

 

meine augen ahnen,

die röte, die morgenröte, sie lebt, 

sie lebt, wie ehedem

 

nein, kein utopos, 

kein niemandsland

der ort ist hier, genau hier

 

und mein herz spricht:

du bist ein freier mensch

gehe

….

und ich gehe, 

gehe

….

ja, kommt mit mir genoss×en, 

tanzt mit mir, singt

der morgenröte gewiss

singt und tanzt 

hinaus, hinaus ins neue Land.

Und mal ernsthaft.

 

In der Masse fällt die Klasse.

Wächst die Kasse?

 

Fragen über Fragen.

Antwortenstapel.

 

Bierdeckelweise.

F.M.

Runderneuerer?

 

Besserwiss.

Klugschiss.

 

Alles-nicht-so-gemeint-gemein.

 

Schmieren, mal hier, mal da.

Gut hochkommen, der Lange,

gut durchkommen.

 

Sahnehäubchen.

Tuff, tuff.

Zuckersüß.

 

Satt. Schwarz.

Mittendrin, im grünen Bereich.

Partei der rechten Mitte.

 

Blaubart mit Peitsche.

Braune Streifen.

 

Die braune Masse klebt.

Abstreifen!

 

Gebot der Stunde.

Zeitensturz!

 

Leitereiter.

Ausdrücken!

 

Neu besetzen.

Partei ergreifen.

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